Bei einem Selbstmordanschlag in einer schiitischen Moschee im Süden Afghanistans sind mindestens 41 Menschen getötet worden. Rund 70 weitere seien bei dem Vorfall in Kandahar verletzt worden, sagte ein Arzt eines örtlichen Krankenhauses am Freitag. Die Explosion ereignete sich während des traditionellen Freitagsgebets in dem Gotteshaus. Die Gruppierung Islamischer Staat hat den Selbstmordanschlag für sich reklamiert.

In Afghanistan kommt es immer wieder zu tödlichen Anschlägen. Erst am Donnerstag war ein Polizeichef der radikalislamischen Taliban bei einem Anschlag mit einer Autobombe in der Provinz Kunar getötet worden. Zunächst hatte sich niemand zu dem Anschlag bekannt.

Erklärung auf Telegram

Schon in der Vergangenheit hatte die Gruppierung Islamischer Staat-Khorasan (IS-K), ein regionaler Ableger der IS-Dschihadistenmiliz, die Verantwortung für derartige Anschläge übernommen. Die 2014 gegründete Gruppierung ist mit den Taliban verfeindet, die im August in Afghanistan wieder an die Macht gekommen waren. Der regionale Ableger des IS erklärte am Freitag auf seinen Telegram-Kanälen, dass zwei Selbstmordattentäter getrennte Anschläge auf verschiedene Teile der Moschee verübt hätten.

Auch Augenzeugen berichteten, dass die Tat von mehreren Selbstmordattentätern verübt wurde. (apa/reu)