Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat nach viereinhalb Jahren den Ausnahmezustand landesweit aufgehoben. Ägypten sei eine Oase der Sicherheit und Stabilität in der Region geworden, sagte der Staatschef am Montag. Al-Sisi hatte den Ausnahmezustand am 10. April 2017 verhängt. Auslöser waren Anschläge der Terrormiliz Islamischer Staat auf zwei Kirchen. Bei den Angriffen auf die koptische Minderheit des Landes wurden etwa 50 Menschen getötet.

Im Ausnahmezustand haben die Behörden die Möglichkeit, Medien oder Organisation zu zensieren oder zu verbieten, Kommunikation abzuhören sowie die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung einzuschränken. Menschenrechtsgruppen kritisierten den Machtzuwachs für Sicherheitskräfte und Behörden.