Die Stadt Rom bereitet sich mit strengsten Sicherheitsvorkehrungen auf den G20-Gipfel am Samstag und Sonntag vor. Mehr als 7.000 Polizisten und Militärs sind im Einsatz, um die Sicherheit der Gipfelteilnehmer zu garantieren, die am Wochenende in einem Kongresszentrum in Roms südlichem Stadtviertel EUR tagen.

Zum Schutz der einzelnen internationalen Delegationen werden schärfste Sicherheitsvorkehrungen ergriffen. Besondere Aufmerksamkeit wird auch dem Schutz der Botschaften und der diplomatischen Vertretungen geschenkt. Zugleich soll das normale Stadtleben so wenig wie möglich eingeschränkt werden, verlautete aus dem Innenministerium in Rom.

Zur Gewährleistung der Sicherheit während des G20-Gipfels in Rom werden auch Drohnen und militärtechnische Geräte eingesetzt. Im Viertel EUR wird ein mehr als zehn Quadratkilometer großer Hochsicherheitsbereich eingerichtet. Auch im Vatikan werden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

Vorübergehende Grenzkontrollen

Das italienische Innenministerium hat angekündigt, dass vorübergehend wieder Kontrollen an den Binnengrenzen des Schengen-Raums eingeführt werden. Dies betrifft auch die Grenzübergänge zu Österreich am Brenner und in Tarvis. Die Polizei in Kärnten rechnet laut Aussendung mit Verkehrsbehinderungen.

Die Wiedereinführung der Grenzkontrollen beginnt am Mittwoch um 22.00 Uhr und endet am 1. November um 13.00 Uhr. Die Maßnahme kann Auswirkungen auf die Reisezeit von Drittstaatsangehörigen haben, die aus einem anderen Mitgliedstaat in den Schengen-Raum einreisen und dann nach Italien weiterreisen, teilte das italienische Innenministerium mit. Die Aussetzung der Freizügigkeitsregelung im Schengen-Raum wird in Anwendung von Artikel 28 des Schengener Grenzkodexes 2016/399 aktiviert.

Proteste von Impfgegnern

Befürchtet werden Proteste am Rande des Gipfels. Eine Demonstration von Impfverweigerern und Gegnern der 3G-Plicht am Arbeitsplatz soll auf dem Lateranplatz im Zentrum der italienischen Hauptstadt stattfinden, wie italienische Medien berichteten. Auch Proteste von Rechtsextremisten werden erwartet.

Nach vorbereitenden und zum Teil bilateralen Gesprächen am Freitag beginnt der Gipfel offiziell am Samstagvormittag mit der Ankunft der Staats- und Regierungschefs. Für den Abend ist ein kulturelles Event in den Thermen des Diokletian geplant. Der Sonntag beginnt mit einem Gruppenfoto im historischen Zentrum Roms. Danach folgen auf dem Gipfelgelände weitere Diskussionsrunden. Am Nachmittag soll der Gipfel gegen 16.00 Uhr mit Pressekonferenzen der Teilnehmer enden. (apa)