Papst Franziskus hat die Teilnehmer des zweiwöchigen UNO-Klimagipfels COP26 in Glasgow zu mutigen Schritten im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. Im Vorwort des Buchs "Laudato si reader", das von der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" vor dem COP26-Gipfel veröffentlicht wurde, schrieb der Papst, dass Krisen Chancen seien, um "die Fehler der Vergangenheit zu erkennen und von ihnen zu lernen".

Krisen seien außerdem eine Gelegenheit, "schlechte Gewohnheiten zu ändern". "Die jüngste Vergangenheit hat uns gezeigt, dass es vor allem unsere Kinder sind, die das Ausmaß und die Tragweite der gesellschaftlichen Herausforderungen, insbesondere der Klimakrise, verstanden haben", schrieb der Papst. "Wir müssen ihrem Beispiel folgen, es ist Zeit, gemeinsam zu handeln", erklärte er.

Papst Franziskus, der nicht nach Schottland reist, forderte von den Entscheidern effektive Antworten auf die Umweltkrise. Der Klimawandel und die Covid-19-Pandemie hätten eine tiefe Verletzbarkeit und zahlreiche Zweifel an den Wirtschaftssystemen und der Gesellschaft enthüllt, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche im Radiosender BBC. "Jede Krise verlangt nach einer Vision, Planungsfähigkeit und Schnelligkeit in der Umsetzung", so der Papst.

COP ist die Abkürzung der UNO-Klimakonferenzen, dahinter steht "Conference of the Parties", auf Deutsch die Vertragsstaatenkonferenz. Die COP1 fand in 1995 in Berlin statt, nun startet die aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobene COP26 in Glasgow. Der Gipfel ist bis 12. November angesetzt. Das Treffen soll Schwung in die Anstrengungen rund um den Klimaschutz bringen. (apa)