Österreich ist am Mittwoch in den Exekutivrat der Unesco gewählt worden, teilte das Außenministerium mit. Damit könne Österreich während der Funktionsperiode 2021 bis 2025 im wichtigen Aufsichtsorgan der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur "über wesentliche Zukunftsfragen mitentscheiden", hieß es.

Österreich bekam demnach 166 von 175 gültigen Stimmen. "Österreich unterstützt die Unesco seit langem und intensiv bei ihrer wichtigen Aufgabe, Lösungen zu zentralen Fragen der Menschheit im 21. Jahrhundert zu finden", wurde Außenminister Michael Linhart (ÖVP) zitiert. "Die heutige Wahl hat gezeigt, dass das gesehen und anerkannt wird. Ich freue mich ganz besonders, dass wir in den kommenden Jahren bei entscheidenden Weichenstellungen der Unesco Sitz und Stimme im Exekutivrat der Organisation haben werden."

Zum vierten Mal im Exekutivrat seit 1948

Seit seinem Beitritt zur Unesco 1948 ist Österreich damit nun zum vierten Mal im Exekutivrat vertreten. Menschenrechte, Biosphäre, digitaler Humanismus sowie die Rolle von Kultur und Wissenschaft bei der Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen standen laut Aussendung im Mittelpunkt der Kandidatur und werden von Österreich auch während seiner vierjährigen Funktionsperiode besonders betont werden.

Der Exekutivrat der in Paris ansässigen Unesco besteht aus 58 Mitgliedern, die von der Generalkonferenz gewählt werden. Generaldirektorin der Bildungs- und Kulturorganisation ist seit 2017 die Französin Audrey Azoulay, die erst in der vergangenen Woche in ihrem Amt bestätigt wurde. In den vergangenen Jahren hatten die Aufnahme Palästinas als Unesco-Vollmitglied 2011 sowie der Status der palästinensischen Weltkulturerbestätten öfters für heftige Debatten gesorgt. Mit Ende 2018 waren Israel und die USA aufgrund dieser Konflikte aus der Unesco ausgetreten. (apa)