Der 7. Dezember 1941 war einer der schwärzesten Tage der amerikanischen Geschichte. In den frühen Morgenstunden verwandelten rund 360 japanische Kampfbomber die Hawaii-Insel Oahu ohne vorherige Kriegserklärung in ein Inferno. Im US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor lagen fast 100 Schiffe vor Anker, darunter acht große Schlachtschiffe.

Bei dem rund zweistündigen Angriff der japanischen Luftwaffe, die von Flugzeugträgern nördlich von Hawaii in zwei Wellen gestartet war, wurden 21 Schiffe der US-Pazifikflotte versenkt oder beschädigt. Die Japaner zerstörten außerdem 188 Flugzeuge. Rund 2.400 US-Amerikaner starben. Allein bei der Explosion des Schlachtschiffs "USS Arizona" verloren etwa 1.100 Soldaten an Bord ihr Leben. Die Verluste auf japanischer Seite waren vergleichsweise gering.

Der Angriff auf Pearl Harbor vor 80 Jahren gilt als eine der größten militärischen Niederlagen der USA. Die Amerikaner waren darauf nicht vorbereitet, weil sie Attacken auf ihre Stützpunkte auf den Philippinen für wahrscheinlicher gehalten hatten. Die Katastrophe gilt auch als ein entscheidendes Ereignis des Zweiten Weltkriegs. Schon am Tag nach der japanischen Attacke entschied US-Präsident Franklin D. Roosevelt endgültig, in den Zweiten Weltkrieg einzutreten, was in der Öffentlichkeit zuvor lange umstritten war.

Die USA führten in den darauffolgenden Jahren den Pazifikkrieg gegen Japan fast allein - die Sowjetunion griff erst im August 1945 ein, wenige Tage vor der Kapitulation des Kaiserreichs. Entsprechend lebendig ist die Erinnerung noch in den USA und "Remember Pearl Harbor" wurde erst 60 Jahre später von den Terrorangriffen vom 11. September 2001 - "Nine Eleven" - als Begriff für Wachsamkeit und Entschlossenheit abgelöst. (dpa)