Die fünf ständigen Mitglieder im UNO-Sicherheitsrat wollen eine weitere Verbreitung von Atomwaffen verhindern. Die USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien gaben am Montag eine gemeinsame Erklärung ab. "Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden und darf nie ausgefochten werden", erklärten die fünf Atommächte.

Eine gemeinsame Erklärung der fünf Sicherheitsratsmitglieder ist selten. Sie erfolgte nun vor einer Konferenz zur Prüfung des Atomwaffensperrvertrags (NPT), die in diesem Jahr stattfinden soll und von Frankreich koordiniert wird. Die Vereinbarung von 1968 hat das Verbot der Verbreitung von Atomwaffen zum Ziel.

Das russische Außenministerium bezeichnete die Erklärung "unter den nicht einfachen Bedingungen der internationalen Sicherheit" als wichtig. Das Dokument könne dazu beitragen, die internationalen Spannungen zu senken und dem Rüstungswettlauf Einhalt zu gebieten, sagte eine Ministeriumssprecherin in Moskau.

Frankreich wiederum betonte, dass die fünf Atommächte ihre Verpflichtung zur Kontrolle von Nuklearwaffen und Abrüstung bekräftigen. Indien zählt nicht zum Kreis der offiziellen Atommächte, verfügt aber über entsprechende Waffen. Es wird angenommen, dass auch Israel und Pakistan diese besitzen. Der Iran steht im Verdacht, Atombomben zu entwickeln, streitet dies aber ab. (afp/reu/apa)