Bei einem neuen Anschlag in Israel sind am Sonntag zwei Polizisten getötet worden. Auch die beiden Attentäter wurden bei dem Vorfall in der Küstenstadt Hadera erschossen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Nach Angaben von Sanitätern erlitten vier weitere Menschen Verletzungen, als zwei Männer an einer Straße plötzlich das Feuer eröffneten. Der Anschlag ereignete sich kurz vor Beginn eines Gipfeltreffens Israels mit vier arabischen Staaten und US-Beteiligung.

"Einige Grenzschützer saßen in einem nahe gelegenen Restaurant", sagte der Polizeisprecher im israelischen Fernsehen. Sie seien zum Ort des Anschlags gelaufen und hätten die Angreifer erschossen. Unter den Verletzten waren den Angaben zufolge auch Polizisten.

Die Außenminister Ägyptens, Bahrains, der Vereinigten Arabischen Emirate und Marokkos kommen am Montag im Süden Israels mit ihrem israelischen Amtskollegen Yair Lapid und US-Außenminister Antony Blinken zusammen. Die Repräsentanten der vier arabischen Länder waren bereits am Sonntag angereist und feierlich in Empfang genommen worden.

Erst am Dienstag waren bei einem Terroranschlag in Beersheva im Süden Israels vier Menschen getötet worden, zwei Männer und zwei Frauen. Der Attentäter, ein Beduine aus der Negev-Wüste, wurde von Passanten erschossen. Es war einer der schwersten Anschläge mit israelischen Opfern der vergangenen Jahre. Anfang 2017 hatte ein Palästinenser in Jerusalem seinen Lastwagen in eine Gruppe junger Soldaten gelenkt und vier von ihnen getötet.

Im Westjordanland sowie im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems war es in den vergangenen Monaten vermehrt zu Attacken von Palästinensern gekommen. Auch bei israelischen Razzien wurden mehrere Palästinenser getötet. Es wird eine weitere Eskalation während des muslimischen Fastenmonats Ramadan befürchtet. Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. (apa/dpa)