Russland, Iran und die Türkei haben eine diplomatische Lösung für den Konflikt im Bürgerkriegsland Syrien gefordert. Bei dem Spitzentreffen in Teheran verständigten sich die Staatschefs am Dienstag darauf, die territoriale Integrität Syriens zu wahren, wie aus einer vom iranischen Präsidialamt veröffentlichten Abschlusserklärung des Gipfels hervorgeht. Man strebe eine diplomatische Lösung unter Vermittlung der Vereinten Nationen an.

Weitere Ziele seien, Terrorismus zu bekämpfen und die Spannungen in der Rebellenhochburg Idlib zu lösen. Das Leid der Menschen in Syrien solle schnellstmöglich beendet werden, sodass auch Flüchtlinge in ihr Land zurückkehren können. Das nächste Treffen der drei Staaten zu Syrien soll noch in diesem Jahr in Russland stattfinden.

Wladimir Putin beim obersten Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei (Mitte) und Irans Präsident Ebrahim Raisi. 
- © afp / Khamenei Ir

Wladimir Putin beim obersten Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei (Mitte) und Irans Präsident Ebrahim Raisi.

- © afp / Khamenei Ir

Der Bürgerkrieg in Syrien hatte 2011 mit friedlichen Protesten begonnen, gegen die die Regierung mit Gewalt vorging. Mit Hilfe ihrer Verbündeten Russland und Iran beherrschen die Anhänger von Präsident Bashar al-Assad mittlerweile wieder einen Großteil des Landes. Ankara kündigt bereits seit Wochen eine neue Offensive in Nordsyrien an und hält als Resultat vergangener militärischer Eingriffe Gebiete im Norden besetzt. Russland und der Iran hatten die Türkei jüngst vor einer Militäraktion gewarnt. Russland führt seit Februar einen Angriffskrieg gegen sein Nachbarland Ukraine und unterstützt ostukrainische Separatisten, die ihre Unabhängigkeit erklärt haben.

Thema: Weizenexporte

Bei den Verhandlungen über die Wiederaufnahme der blockierten Getreidelieferungen aus der Ukraine sieht Putin Fortschritte. "Mit Ihrer Hilfe haben wir uns nach vorn bewegt", meinte Putin nach Kreml-Angaben an Erdogan gerichtet. Die Türkei bemüht sich um eine Vermittlung zwischen Moskau und Kiew. "Es sind noch nicht alle Probleme gelöst, aber es ist gut, dass es Bewegung gibt", so Putin. (apa, afp)