Die iranischen Sicherheitskräfte haben 14 Ausländer, darunter österreichische, amerikanische und britische Staatsbürger, wegen ihrer Beteiligung an regierungsfeindlichen Protesten festgenommen, meldete die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars am Mittwoch. Aus dem österreichischen Außenministerium hieß es am Mittwochabend zur APA, man könne die Meldungen "zur Stunde nicht bestätigen", dränge bei der iranischen Botschaft und den Behörden in Teheran aber auf dringende Klärung".

Der Iran hat "Schläger" und "Randalierer", die mit "ausländischen Feinden" in Verbindung stehen, für die landesweiten Proteste verantwortlich gemacht, die nach dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini am 16. September ausgebrochen waren.

Große Herausforderung für Machthaber

"Bürger aus 14 Ländern, darunter Österreich, die Vereinigten Staaten, Russland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Afghanistan, wurden bei den jüngsten Unruhen im Iran verhaftet, wobei afghanische Staatsangehörige am zahlreichsten vertreten sind", berichtete Fars, ohne eine Quelle zu nennen. Fars, von der angenommen wird, dass sie mit den iranischen Revolutionsgarden verbunden ist, gab nicht an, wann und wo die Festnahmen erfolgten.

Die landesweiten Proteste, die durch den Tod Aminis ausgelöst wurden, haben sich zu einer der größten Herausforderungen für die klerikalen Machthaber des Iran seit der Revolution von 1979 entwickelt. Teheran beschuldigt die Vereinigten Staaten, Israel und europäische Länder, die Unruhen zu nutzen, um die Islamische Republik zu destabilisieren. (apa)