Deutschland sagt der Ukraine weitere Hilfe zur Stärkung der Widerstandskraft der Gesellschaft und für den Wiederaufbau zu. Konkret soll es 52 Millionen Euro für Stromversorgung, Wärmestuben, medizinische Versorgung und kommunale Verwaltung geben. Die deutsche Entwicklungsministerin Svenja Schulze kündigte dies bei einem Besuch in Odessa am Donnerstag an, wie ihr Ministerium Freitagfrüh mitteilt.

In der Hafenstadt traf sie demnach den ukrainischen Vize-Ministerpräsidenten Olexandr Kubrakow, der für den Wiederaufbau verantwortlich ist. "Die Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser, gerade jetzt im tiefsten Winter, entscheidet mit über die Widerstandskraft der ukrainischen Gesellschaft in diesem Krieg", sagte Schulze.

"Darum braucht die Ukraine nicht nur Waffen, sondern auch zivile Unterstützung, um stark zu bleiben. Die Ukraine beginnt jetzt schon mit dem Wiederaufbau, weil sie an eine bessere Zukunft glaubt." Deutschland stehe der dem Land auch beim Wiederaufbau solidarisch zu Seite, "denn auch unser Ziel ist eine gute, europäische Zukunft einer freien Ukraine". 2022 hat das Ministerium die Ukraine bereits mit rund 600 Millionen Euro unterstützt.

Vorerst keine Abrams-Panzer aus den USA

Kurz davor hatte auch Washington ein neues Unterstützungspaket auf den Weg gebracht. Das US-Verteidigungsministerium kündigte am Donnerstagabend (Ortszeit) Hilfen im Umfang von etwa 2,5 Milliarden US-Dollar (2,3 Milliarden Euro) an. Es enthält nach Pentagon-Angaben unter anderem 59 Schützenpanzer vom Typ Bradley und erstmals 90 Radschützenpanzer des Typs Stryker - aber keine Abrams-Kampfpanzer.

Es ist das bisher zweitgrößte Einzelpaket dieser Art. Die Ankündigung kam kurz vor dem Treffen einer von den USA geführte Koalition auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz, bei dem am Freitag Verteidigungsminister und ranghohe Militärs aus zahlreichen Ländern über weitere Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine beraten. (apa/reuters/dpa)