Neuseelands Noch-Regierungschefin Jacinda Ardern hat in ihrer letzten offiziellen Rede als Ministerpräsidentin ihrem Land gedankt. Die überwältigende Mehrheit der Neuseeländer habe ihr "Liebe, Empathie und Freundlichkeit" entgegengebracht, sagte die 42-Jährige bei einer Veranstaltung der Ureinwohner der Maori zu Ehren von Tahupōtiki Wiremu Rātana, dem Gründer einer religiösen und politischen Bewegung in dem Pazifikstaat.

Ardern trug einen traditionellen Maori-Federmantel. Bereits 2018 war sie zu einem Dinner im Buckingham Palace in London in einem solchen Umhang  erschienen. Sie danke den Menschen in Neuseeland aus tiefstem Herzen für "das größte Privileg meines Lebens", sagte die Politikerin mit Blick auf ihr Amt.

Ardern hatte in der vergangenen Woche überraschend ihren Rücktritt angekündigt. Dabei sagte sie, dass ihr die Kraft fehle und sie "nicht mehr genug im Tank habe", um weiterzumachen. Weltweit war die beliebte Labour-Politikerin in den Medienfokus gekommen, als sie 2017 mit damals erst 37 Jahren die jüngste Ministerpräsidentin der Welt wurde. 2020 wurde sie wiedergewählt.

Ihr Nachfolger wird der bisherige Polizei- und Erziehungsminister Chris Hipkins. Der 44-Jährige soll am Mittwoch vereidigt werden. Ardern lobte ihn in ihrer Rede als "sympathisch und bodenständig". Sie sei sicher, er werde ein "wundervoller Ministerpräsident". In der Corona-Krise, bei der Neuseeland extrem strenge Regeln einführte, war Hipkins der für die Eindämmung der Pandemie zuständige Minister.