Burmas Junta-Chef Than Shwe ist am Dienstag zu einem fünftägigen Staatsbesuch in China eingetroffen. Dabei dürfte sich Than Shwe vor allem Unterstützung für die im November geplanten Wahlen in Burma sichern wollen. China ist der wichtigste Verbündete der wegen seiner schweren Menschenrechtsverletzungen vom Westen kritisierten Militärdiktatur. Die Volksrepublik hat in den vergangenen Jahren Millionen von Dollar in Projekte in Burma investiert und dem umstrittenen Nachbarn auch in politischer Hinsicht immer wieder Rückdeckung gegeben.

Dass das auch in Zukunft so sein dürfte, legen die ersten Wortmeldungen nahe, die im Umfeld des Staatsbesuch publik wurden. Die internationale Gemeinschaft solle jegliche "negative Beeinflussung" des politischen Prozesses in Burma und des Friedens und der Stabilität in der Region unterlassen, sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums in Peking.

Kritiker werfen der Junta vor, mit der Abstimmung, bei der die Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nicht antreten darf, lediglich ihre Macht zementieren zu wollen.