Aden. Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Militärstützpunkt im Jemen sind nach Angaben von Rettungskräften sieben Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden. Wie aus Armeekreisen verlautete, sprengte ein Lkw-Fahrer am Sonntag sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug vor dem Stützpunkt in der südwestlichen Metropole Aden in die Luft, als Soldaten zu Einsätzen in der Provinz Abyan aufbrechen wollten.

Dort kämpft die Armee seit Mai gegen Aufständische, die Kontakte zum Terrornetzwerk Al-Kaida unterhalten sollen. Für die Gruppe Partisanen der Scharia ziehen hunderte Männer gegen die Zentralregierung in den Kampf. Ende Mai übernahmen sie die Kontrolle über Zinjibar, der Hauptstadt von Abyan.

Am Donnerstag war von Seiten von Militärs und Rettungskräften verlautet, dass bei Kämpfen im Süden des Jemen ein Anführer von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) getötet worden sei. AQAP-Kämpfer werden immer wieder für Anschläge auf jemenitische Sicherheitskräfte verantwortlich gemacht, die im Süden und Osten des Landes regelmäßig verübt werden.

Das Militär hat die Kontrollen in der Küstenstadt Aden verstärkt, um Islamisten abzuwehren. Diese haben während der monatelangen Proteste gegen Präsident Ali Abdullah Saleh Teile der Nachbarprovinz unter ihre Kontrolle gebracht. Aden liegt nahe einer wichtigen Schifffahrtsroute, über die täglich große Mengen Rohöl transportiert werden.