Tel Aviv. Die zu Wochenbeginn mühsam ausverhandelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas hat sich am Mittwoch erneut als brüchig erwiesen.

Die israelische Luftwaffe flog nach eigenen Angaben am Morgen zwei weitere Angriffe gegen Ziele im Gazastreifen. Einer schriftlichen Mitteilung der Armee zufolge wurden bei der Operation Terroristen ins Visier genommen, die am Montagtrotz der Waffenruhe mehrere Raketen in Richtung Israel abgefeuert hatten. Beide Angriffe waren laut der Armeeführung erfolgreich.

Bereits in den Nachtstunden hatte es einen israelischen Luftwaffeneinsatz gegeben. Dabei wurde in der im Süden des Gazastreifens gelegenen Stadt Rafah ein Auto von einer Luft-Boden-Rakete zerstört. Von den zwei Insassen überlebte nur einer schwer verletzt. Laut der Terrororganisation Islamischer Jihad handelte es sich bei dem Getöteten um Ismael al-Ashmar, einen der Anführer der Gruppe.

Israel hatte auch vor dem Waffenstillstand mehrere Angriffe im Gazastreifen geflogen, nachdem am Donnerstag bei Anschlägen nahe dem Badeort Eilat acht Menschen getötet worden waren. Bei den Luftangriffen wurden 15 Palästinenser getötet. Auf israelischer Seite kam ein Mann durch palästinensische Raketenangriffe ums Leben.