Dubai. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Deshalb sind weiter alle Hebel in Bewegung, um den österreichischen Arzt Eugen A. aus Dubai nach Hause zu holen. In dem Emirat droht dem Intensivmediziner wie berichtet nach dem Tod eines querschnittgelähmten Patienten die Todesstrafe. Ein Expertenteam des Außenministeriums hat in den vergangenen Tagen intensive Verhandlungen mit einem der wichtigsten Politiker Dubais, Scheich Maktum bin Mohammed bin Rashid al Maktum, geführt.

Laut "Krone" soll es einen Geheimplan geben, wie - unter Einhaltung der islamischen Scharia - der Arzt seine schwerkranke Frau in Österreich zumindest für kurze Zeit besuchen kann. Auch Bundespräsident Heinz Fischer und Außenminister Michael Spindelegger haben sich bereits für A. engagiert. Die nächste Gerichtsverhandlung ist für 25. September geplant.

In Österreich selbst sorgt ein Nebenaspekt des Falles für Aufregung. Betroffen ist der Konsul in Dubai, Gerhard Dedic, der in die Betrügereien eines syrischen Hochstaplers verwickelt sein soll: Mohamadziad Naim al-Kawadri gab sich laut "Kurier" mithilfe falscher Pässe und Stempel als Anwalt der österreichischen Botschaft aus - und vertrat zeitweilig auch den angeklagten Arzt Eugen A. Österreichs Justiz ermittelt nun auch gegen Dedic.