Washington. Der republikanische US-Präsidenschaftskandidat Rick Perry gerät wegen einer ominösen Wahlkampfspende im Jahr 2006 ins Zwielicht. Der heute 61-Jährige, der sich selbst gern als Saubermann präsentiert, soll von dem ultra-rechten Multimillionär und Namensvetter Bob Perry eine Million Dollar für seine Wiederwahl zum Gouverneur von Texas erhalten, die Herkunft des Geldes aber verschleiert haben, was in den USA strafbar ist.

Bekannt wurde die Causa, weil Perrys damaliger demokratischer Herausforderer Chris Bell Anzeige wegen Spendenbetrugs erstattet hatte. Er behauptet, dass die offiziell als Spender angegebene "Vereinigung für Republikanische Gouverneure" (RGA) nur benutzt wurde, um den wahren Spender zu verheimlichen. Im Zuge des laufenden Verfahrens verstrickten sich Perrys engste Ex-Mitarbeiter und Mitglieder seines damaligen Wahlkampfkomitees in massive Widersprüche. Leiter der RGA war damals Mitt Romney, heute Perrys schärfster innerparteilicher Rivale im Kampf um das Präsidentenamt 2012.

Im Vorjahr verurteilte ein texanisches Gericht die RGA zur Zahlung eines Schadensersatzes in der Höhe von zwei Millionen Dollar an Bell, wogegen die Vereinigung Berufung eingelegt hat. Ob es sich um eine verdeckte Spende des Multimillionärs gehandelt habe und ob Rick Perry davon wusste, ließen die Richter allerdings offen. Auf den wahlwerbenden Präsidentschaftskandidaten der Tea-Party-Bewegung fällt dennoch kein gutes Licht.