US-Präsident Barack Obama schickt rund 100 US-Soldaten zur Unterstützung des ugandischen Militärs in das ostafrikanische Land. Die US-Truppen sollten die ugandische Armee bei ihrem Kampf gegen die Lord's Resistance Army (LRA) unterstützen, erklärte Obama am Freitag in einem Brief an den Kongress. Eine kleine Gruppe von Soldaten sei bereits am Mittwoch entsandt worden, bis Ende Oktober sollten weitere folgen.

Trotz "Gefechtsausrüstung" sollen die US-Soldaten den Angaben zufolge nicht selber kämpfen, sondern das ugandische Militär lediglich beraten und unterstützen. Möglich seien auch Einsätze im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik und in der Demokratischen Republik Kongo.

Die LRA wurde von Jan Egeland, Vizegeneralsekretär für Humanitäre Angelegenheiten und Koordinator für Nothilfe (OCHA) der UNO, bereits Anfang 2005 als die "wohl brutalste Rebellengruppe der Welt" bezeichnet. Sie trat zuerst Ende der 80er Jahre im Norden Ugandas in Erscheinung und ist heute vor allem in Zentralafrika und im Nordosten des Kongo aktiv. Ihr flüchtiger Anführer Joseph Kony wird vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht. Nach einem Waffenstillstand 2006 ist aus der LRA nach Einschätzung von Experten zunehmend eine Truppe von Söldnern und Banditen geworden.