Tokio. Der japanische Energiekonzern Tepco, der Betreiber des schwer beschädigten Atomkraftwerks Fukushima, nimmt Hilfe vom Staat in Anspruch: Die Regierung in Tokio beschloss am Freitag, dem Konzern umgerechnet 8,39 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, später sollen noch einmal 1,12 Milliarden Euro hinzukommen. Tepco braucht das Geld für massive Entschädigungszahlungen an die Leidtragenden des Unfalls, die durch die Atomkatastrophe im März ihr Haus und ihr Einkommen verloren haben. Im Gegenzug für die Staatshilfe will das Unternehmen seine Kosten senken. Zu den angedachten Sparmaßnahmen gehören Pensionskürzungen. Tepco ist seit der Havarie tief in die roten Zahlen gerutscht: Zwischen April und September schrieb man rund 5,8 Milliarden Euro Verlust, der Umsatz schrumpfte um 7,7 Prozent.

Im Vorjahr hatte Tepco noch Gewinne eingefahren. Auch steigende Brennstoffkosten machen dem Konzern zu schaffen: Durch die AKW-Ausfälle sind in Japan ersatzweise Wärmekraftwerke ans Netz gegangen, die unter anderem aus Kohle oder Erdgas Strom gewinnen.