Lagos. Nigeria kommt nicht zur Ruhe: Nicht nur, dass die islamistische Sekte Boko Haram im Norden des Landes weiter Jagd auf Christen macht. Jetzt sorgen auch noch landesweite Streiks und Proteste wegen der stark gestiegenen Benzinpreise für Unruhen.

Dabei hat die Polizei in der Metropole Lagos nach Gewerkschaftsangaben einen Demonstranten erschossen. In der nördlichen Stadt Kano gab es laut Rotem Kreuz bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten mindestens 14 Verletzte, davon sieben mit Schusswunden. Mit der überraschenden Reduzierung der Subventionen für Treibstoff zum 1. Jänner hatten sich die Benzinpreise in Nigeria, einem großen Erdölexporteur, mehr als verdoppelt. Dies trifft die ärmere Bevölkerung hart, da nun etwa die Preise für öffentliche Verkehrsmittel stark gestiegen sind.

Unterdessen hat Boko Haram die Anschlagsserie auf Christen im vorwiegend moslemischen Norden Nigerias fortgesetzt. Mindestens 15 Menschen wurden am Wochenende bei Angriffen auf eine Kirche, einen Schönheitssalon und zwei Banken getötet.