Islamabad. Es war der schwerste Anschlag in Pakistan seit Sommer vergangenen Jahres: Im Grenzgebiet zu Afghanistan sind am Dienstag mindestens 30 Menschen getötet worden. Nach Krankenhausangaben wurden 64 weitere Menschen verletzt, als eine Autobombe an einem Busbahnhof in Jamrud Bazar im Bezirk Khyber ferngezündet wurde.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, Ziel des Anschlags seien Mitglieder einer talibanfeindlichen Stammesmiliz gewesen. "Diese Leute haben regelmäßig Drohungen der Taliban erhalten." Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Ein Sprecher eines privaten Rettungsdienstes sagte, neben zahlreichen Zivilisten seien unter den Toten auch drei Soldaten. Ob Angehörige der talibanfeindlichen Stammesmiliz ebenfalls ums Leben kamen, blieb zunächst unklar. In mehreren Distrikten haben Stammesangehörige Milizen gegründet, die die Sicherheitskräfte im Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban und das Terrornetz Al-Kaida unterstützen.