Washington. (rm/apa) Vor den nächsten Vorwahlen der US-Republikaner in Michigan und Arizona hat der in den Umfragen zurückgefallene Mitt Romney die Angriffe auf seinen Widersacher Rick Santorum deutlich verschärft. In der ersten TV-Debatte der republikanischen Bewerber seit fast einem Monat hielt Romney Santorum vor, während seiner Zeit als Senator die Staatsausgaben mit nach oben getrieben zu haben.

Während Santorums Amtszeit im Senat seien die Staatsausgaben um 80 Prozent angestiegen, rechnete Romney vor. Der frühere Senator habe mehrfach für die Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze der USA gestimmt, ohne sich für Einsparungen einzusetzen. Außerdem habe Santorum für die Vergabe von Mitteln an die Organisation Planned Parenthood gestimmt, die auch Abtreibungen anbietet.

Der christlich-konservative Ex-Senator Santorum warf Romney umgehend vor, die Fakten zu verzerren.

Einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der Universität Quinnipiac liegt Santorum derzeit landesweit mit 35 Prozent klar vor Romney mit 26 Prozent. Newt Gingrich kommt danach nur auf 14 Prozent.

Romney hatte Anfang Februar überraschend die drei Vorwahlen in Missouri, Minnesota und Colorado an Santorum verloren. In Arizona liegt Romney nach den letzten Umfragen zwar voran, in Michigan zeichnet sich aber ein Patt ab.

Wer auch immer von den beiden die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner gewinnt, gegen den amtierenden Präsidenten Barack Obama wird er es schwer haben. Nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur Associated Press würden derzeit 53 Prozent der Amerikaner Obama wählen, aber nur jeweils 43 Prozent Romney oder Santorum.