Wien. Die Krise wirft ihren Schatten auf die Entwicklungszusammenarbeit: Laut dem aktuellen Bericht der NGO-Dachorganisation Concord hat Österreich 2011 ebenso wie Frankreich und Deutschland die Mittel für die ärmsten Länder der Welt neuerlich gekürzt – auf 796 Millionen Euro. Somit ist Österreichs Beitrag von 0,32 auf 0,27 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) gesunken und damit weiter denn je vom Millenniumsziel (0,7 Prozent bis 2015) entfernt.

Länder wie Schweden, Großbritannien oder Malta haben trotz Krise die Ausgaben gesteigert. Bis 2014 werden obendrein die Mittel der Austrian Development Agency (ADA) von 74 Millionen Euro auf 52 Millionen gekürzt. Auf die Spendenfreudigkeit der Österreicher wirkt sich die Krise weniger aus: 2010, als das Budget der ADA noch 95 Millionen Euro betrug, spendeten die Österreicher 125 Millionen.

Die rund 30 internationalen Entwicklungsbanken, die mit Projektfinanzierungen Jobs schaffen und Armut bekämpfen wollen, bringen rund 40 Milliarden Dollar an Kreditvolumen auf – zu wenig, um die Lücke durch den Rückzug der Geschäftsbanken zu füllen.