Santiago de Chile. 38 Jahre nachdem der exilierte chilenische General und ehemalige Innen- und Verteidigungsminister Carlos Prats und seine Frau Sofia Cuthbert am 30. September 1974 durch einen von der chilenischen Geheimpolizei Dina ausgeführten Bombenanschlag in Buenos Aires getötet wurden, hat ein Zivilgericht den Hinterbliebenen des Ehepaares eine Wiedergutmachung in Höhe von 1,2 Millionen Dollar (knapp eine Million Euro) zugesprochen. Prats war Vorgänger von Augusto Pinochet als Stabschef der chilenischen Armee und hatte diesen nach seinem Rücktritt kurz vor dem Putsch am 11. September 1973 als Nachfolger vorgeschlagen.

Nach den Ermittlungen der chilenischen Justiz wurde der Anschlag 1974 in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires im Auftrag der Pinochet-Junta verübt. Dafür wurden 2010 die Verantwortlichen von Pinochets Geheimpolizei Dina zu Haftstrafen zwischen 15 und 17 Jahren verurteilt.

Der Anwalt der Familienangehörigen, Luciano Foullioux, sprach von einer "wichtigen Entscheidung" des Gerichts.