Die Krokodile von La Manzanilla sind harmlos im Vergleich zu den Drogenkartellen. - © Bild: Tomas Castelazo - Creative Commons
Die Krokodile von La Manzanilla sind harmlos im Vergleich zu den Drogenkartellen. - © Bild: Tomas Castelazo - Creative Commons

Die Korruption bei Polizei und Justiz Mexikos ist für den  scheidenden Präsidenten Felipe Calderon der Grund für für die ausufernde Gewalt im Land. "Die Korruption ist der Schlüssel für die Ausweitung des Verbrechens", sagte Calderon am Montag in seinem sechsten und letzten Bericht an die Nation. "Die Verbrecher erhielten keine Strafe und die Bürger keinen Schutz."

Am 1. Dezember gibt Calderon das höchste Staatsamt nach sechs Jahren an seinen Nachfolger Enrique Pena Nieto ab. Mit Pena Nieto kehrt die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) an die Macht zurück, die das Land bis zum Jahre 2000 sieben Jahrzehnte lang allein regiert hatte.

In der Rede vor den führenden Vertretern der politischen und wirtschaftlichen Elite forderte Calderon seine Landsleute dazu auf, den Kampf gegen die organisierte Kriminalität mit aller Kraft fortzusetzen. Mexiko sei nicht mehr nur ein Transitland für den Drogenhandel, es sei in den vergangenen Jahren auch zu einem Land des Konsums geworden. In den vergangenen fast sechs Jahren sind im mexikanischen Drogenkrieg rund 60.000 Menschen getötet worden.

Die Drogenkartelle und Banden kämpften hier nicht mehr nur um die Schmuggelrouten in Richtung USA, sondern um die Kontrolle über ganze Territorien, über die der Staat die Kontrolle verloren habe.

Der scheidende Staatschef zog im übrigen eine positive Bilanz seiner Amtszeit. Er hob vor allem die wirtschaftliche Stabilität Mexikos hervor. Nie zuvor seien so viele Infrastrukturprojekte im Straßenbau, beim Bau von Häfen, Flughäfen, bei Schulen und Universitäten verwirklicht worden, sagte er. "Wir sind an alle Herausforderungen mit Entschlossenheit herangegangen, es gibt Fortschritte. Aber es bleibt noch viel zu tun".