Anfang April war der irakische Schiitenführer Moktada al-Sadr von Bagdad zu Hassan Nasrallah in den Libanon gereist. Was die beiden besprochen und verabredet haben, lässt sich unschwer erkennen.

Assad indes gibt sich siegesgewiss. Seine Truppen hätten im Kampf gegen die Rebellen bereits das Schlimmste überstanden, sagte der Syrer dem Hisbollah-Fernsehsender Al-Manar. Dazu haben nach seinen Worten russische Waffenlieferungen sowie die libanesische Hisbollah-Miliz beigetragen. "Die ersten russischen S-300-Flugabwehrraketen hat Syrien erhalten, der Rest wird bald ankommen. Das militärische Kräfteverhältnis hat sich jetzt komplett zugunsten der Armee verschoben." Und zur Rolle der Hisbollah: "Wir bilden eine Schicksalsgemeinschaft." Die Angehörigen der libanesischen Partei kämpften allerdings nur im Grenzgebiet zum Libanon, während die Regierungstruppen "in der Schlacht gegen die bewaffneten Gruppen den Befehl führen". Milizen der syrischen Opposition haben wiederum damit gedroht, die Hisbollah im Libanon angreifen zu wollen.

Lawrow: Opposition torpediert Friedenskonferenz

Während Assad auch weiterhin an der Zusage zur Teilnahme an der von den USA und Russland geplanten Friedenskonferenz im Juni in Genf festhält, stellt die syrische Opposition weitere Bedingungen für ihr Kommen. Der Präsident der Syrischen Nationalen Koalition, Sabra, sagte gestern in Istanbul, das Bündnis werde nur dann Unterhändler nach Genf schicken, wenn der Iran und die libanesische Hisbollah ihre Milizen aus Syrien abzögen. Zudem verlangte die vom Westen unterstützte Gruppe den Rücktritt von Syriens Präsident Assad. Russlands Außenminister Sergei Lawrow warf der Opposition vor, die Bemühungen um eine politische Lösung in dem Bürgerkriegsland zu unterlaufen. Die Bedingungen seien nicht erfüllbar, sagte Lawrow in Moskau.