Der Internationale Journalistenverband (IFJ) und seine europäische Schwesterorganisation EFJ fordern einen effektiveren Schutz der Medien vor Anti-Terrorgesetzen als Konsequenz auf das Vorgehen der britischen Behörden gegen das Londoner Enthüllungsblatt The Guardian. "Die Vorfälle der letzten Woche in Großbritannien sind der jüngste Beweis für eine fortschreitende Erosion der zivilen Rechte und der Medienfreiheit", kritisierte EFJ-Präsident Mogens Blicher-Bjerregard.

"Wir brauchen eine klare und starke Botschaft von unseren Spitzenpolitikern, dass demokratische Werte nicht verhandelbar sind", erklärte der EFJ-Präsident. Weltweit würden Journalisten immer mehr gegängelt und überwacht, an den Grenzen gestoppt und bei ihrer Arbeit gestört, nur weil sie ihrer Arbeit nachgehen würden. "Solche Aktionen sind völlig inakzeptabel."

Die beiden Journalistenverbände fordern daher eine unabhängige Überprüfung der Anti-Terror-Gesetze durch die EU-Kommission und den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof.