Paris. Das französische Militär hat im Norden des Niger einen Konvoi des Terrornetzwerks Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) zerstört. Die Fahrzeuge "transportierten Waffen von Libyen nach Mali", wie die französische Präsidentschaft am Freitag in Paris mitteilte.

Es seien Waffen beschlagnahmt und die Begleitpersonen des Konvois "neutralisiert" worden. Ein Teil sei auch gefangen genommen worden. Von Toten oder Verletzten war in der Erklärung nicht die Rede.

Die französischen Militärs, die in der Sahel-Zone in Afrika stationiert sind, um dort gegen Islamisten vorzugehen, hatten bereits zwei Operationen im Niger und im Norden Malis ausgeführt. Dabei wurden Anhänger des algerischen Islamistenführers Mokhtar Belmokhtar festgenommen.

Der Elysée-Palast verwies in seiner Erklärung nun darauf, dass die "bewaffneten terroristischen Gruppen" in der Region versuchten, die Staaten der Sahel-Zone und besonders Mali zu destabilisieren. Sie hätten kürzlich Angriffe auf die UN-Mission im Norden Malis ausgeführt. Dort waren am 3. Oktober neun UN-Blauhelme getötet worden. Ein Soldat aus dem Senegal war am Dienstag in Mali durch einen Raketenbeschuss ums Leben gekommen.