Für diese Freundschaft interessierte sich die NSA sehr: Ex-Kanzler Schröder und Präsident Putin in herzlicher Umarmung. - © dpa / Wolfgang Kumm
Für diese Freundschaft interessierte sich die NSA sehr: Ex-Kanzler Schröder und Präsident Putin in herzlicher Umarmung. - © dpa / Wolfgang Kumm

Washington/Moskau. Der US-Geheimdienst NSA hat den deutschen Altkanzler Gerhard Schröder offenbar auch nach Ende seiner Amtszeit ausgespäht. Die USA hätten ihre Spionage-Aktivitäten gegen den SPD-Politiker ab 2005 sogar ausgeweitet, berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise. Hintergrund sei Schröders zügiger Wechsel in die russische Energiewirtschaft gewesen.

Schröder ist Vorsitzender des Aktionärsausschusses des vom russischen Staatskonzern Gazprom dominierten Unternehmens Nord Stream. Nord Stream baute und betreibt die gleichnamige Ostsee-Pipeline, durch die Erdgas von Russland nach Deutschland geleitet wird.

Schröders Freundschaft zu dem russischen Präsidenten Wladimir Putin war laut "BamS" für die NSA interessant. Über den Altkanzler sei es möglich gewesen, Zugang in die sonst sehr verschlossene Welt rund um Putin zu erhalten.