Paris. Im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kann sich Frankreich erst nach einem Abgang von Syriens Machthaber Bashar al-Assad eine Zusammenarbeit mit syrischen Regierungstruppen vorstellen. Außenminister Laurent Fabius machte am Montag zur Bedingung, dass Assad das Kommando über die Armee abgegeben haben müsse. "Unter Assad ist das nicht möglich", sagte er gegenüber "France Inter".

Fabius hatte vergangene Woche mit Überlegungen für eine Zusammenarbeit mit syrischen Regierungstruppen eine internationale Debatte ausgelöst. Nun stellte er klar: "Es ist offensichtlich, dass die Armee unter Assads Herrschaft nicht an der Seite der gemäßigten Opposition eingreifen kann."

Der Syrien-Konflikt ist wichtiges Thema am Rande des Klimagipfels, zu dem seit Montag mehr als 150 Staats- und Regierungschefs in Paris versammelt sind. Für Gastgeber Frankreich hat Fabius die Leitung des Treffens übernommen.

"Auf allen Ebenen" bekämpfen

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Wirtschaft aufgefordert, die Politik im Kampf gegen die radikal-islamische IS-Miliz zu unterstützen. Der IS müsse "auf allen Ebenen" bekämpft werden, schrieb die CDU-Politikerin in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung (Montagausgabe).

Es gehe unter anderem darum, Finanzströme auszutrocknen und die IS-Propaganda im Internet zu sabotieren. Zudem müssen der Ministerin zufolge bedrohte Staaten wie Mali, Tunesien, Jordanien und der Libanon rechtzeitig stabilisiert werden. "Hierfür brauchen wir mehr internationalen Austausch nicht nur der Sicherheitsbehörden, auch die Wirtschaft muss mitziehen", forderte von der Leyen.