Genf/Damaskus. Zum Auftakt der neuen Syrien-Friedensgespräche in Genf ist UNO-Vermittler Staffan de Mistura mit dem Leiter der Regierungsdelegation zusammengetroffen. Der syrische UNO-Botschaft Bashar al-Jaafari kam am Donnerstagvormittag jedoch nur mit kleiner Begleitung und nicht mit seiner gesamten Delegation ins Gebäude der Vereinten Nationen.

Es sind die ersten Verhandlungen in Genf seit dem Scheitern der letzten Friedensgespräche vor zehn Monaten. Sie sollen eine politische Lösung für den fast sechsjährigen Bürgerkrieg suchen. Später am Tag will De Mistura auch Vertreter der Opposition treffen.

Kein schneller Durchbruch erwartet

Der UNO-Diplomat will mit beiden Seiten über eine Übergangsregierung, eine neue Verfassung und freie Wahlen sprechen. Er wird Regierung und Opposition wie 2016 zunächst in getrennten Runden treffen. Die Opposition fordert jedoch, schnell direkte Gespräche aufzunehmen.

De Mistura hatte die Erwartungen vor Beginn der Gespräche gedämpft. Er erwarte keinen schnellen Durchbruch, sagte er in Genf. Alle bisherigen Verhandlungen über einen Frieden für Syrien sind angesichts der verhärteten Fronten gescheitert.