Brüssel/Caracas. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini kritisiert die Präsidentenwahl in Venezuela als intransparent und unglaubwürdig. Appelle, den Wahltermin im Konsens anzusetzen und den Urnengang unter fairen Bedingungen abzuhalten, seien nicht beachtet worden, sagte ein Sprecher Mogherinis am Dienstag in Brüssel.

Mogherini werde die Beteiligten weiter ermutigen, gemeinsam einen Ausweg aus der politischen Krise zu finden. Im Übrigen werde die Europäische Union die Lage weiter beobachten und ihre Politik je nach Entwicklung anpassen.

Bei der Wahl in dem südamerikanischen Land war Präsident Nicolas Maduro am Sonntag nach offiziellen Angaben mit 68 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Die Opposition spricht jedoch von Wahlbetrug. Venezuela steckt trotz Ölreichtums in einer tiefen Wirtschaftskrise und kann kaum noch Lebensmittel und Medikamente einführen; die USA haben es mit Wirtschaftssanktionen belegt.