Die Wiener Grünen entscheiden am 15. Februar im Rahmen einer Landesversammlung über die Landesliste für die heuer stattfindende Wien-Wahl. Wie Parteichefin Birgit Hebein am Mittwoch in einer Pressekonferenz berichtete, sind 49 Bewerbungen eingetroffen. Neben arrivierten Personen finden sich auf der Liste auch Quereinsteiger. Zwei davon wurden heute im Rahmen des Termins präsentiert.

Bei der Entscheidung über die Liste wenden die Grünen wieder jenes Verfahren an, das bereits bei der Landesliste für die Nationalratswahl im Vorjahr angewendet worden war. Mit einem Unterschied: Es wird doch - wie bisher schon üblich - wieder eine Abstimmung in Blöcken geben. Bewerben konnte man sich etwa für den zweiten bis vierten, den fünften bis 14. Platz und für den Block ab dem 15. Platz.

Wer es nicht schafft, im gewünschten Abschnitt unterzukommen, kann auch im nächsten noch einmal antreten, wurde heute betont: Um die Spitzenkandidatur geht es nicht mehr. Hebein wurde schon im Vorjahr dazu bestimmt. Derzeit verfügen die Grünen über zehn Mandatarinnen bzw. Mandatare im Rathaus.

Zwei Neueinsteiger

Hebein präsentierte am Mittwoch eine Kandidatin sowie einen Kandidaten, die beide zum ersten Mal für die Stadt-Ökos ins Rennen gehen. Wobei die Betriebswirtin Judith Pühringer wohl fix ins Stadtparlament einziehen dürfte. Denn sie rittert mit Klubchef David Ellensohn und Gemeinderat Peter Kraus um die Plätze zwei bis vier.

Pühringer ist unter anderem Geschäftsführerin des gemeinnützigen Unternehmens arbeit plus und seit Jahren in der Armutskonferenz engagiert. Als zweiter Neueinsteiger wurde der Klimaaktivist Laurin Pollesböck vorgestellt. Er ist einer der Mitbegründer der Jungen Grünen Linz und beteiligte sich zuletzt auch an den "Fridays For Future"-Aktionen.

700 Personen erwartet

Auch fast alle aktuellen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte bewerben sich wieder. Nicht mehr dabei sein werden hingegen Verkehrssprecher Rüdiger Maresch und Gesundheitssprecherin Birgit Meinhard-Schiebel.

Für die Landesversammlung werden laut den Grünen rund 700 Personen erwartet - sowie ein prominenter Gastredner aus dem Bund: Auch Grünen-Chef und Vizekanzler Werner Kogler wird dort das Wort ergreifen. (apa)