In der Bundeshauptstadt Wien wird am heutigen Mittwoch mit der Corona-Impfung von Senioren über 80 Jahren, der Hochrisikogruppe, von Personen mit Behinderungen und von Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen in hochexponierten Bereichen (zum Beispiel Covid-19-Labore) begonnen, teilte das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ)  mit. Die Injektionen werden dabei hauptsächlich in zwei neuen Corona-Impfzentren gesetzt, die heute in Betrieb gehen.

Dabei handelt es sich um die ersten derartigen Einrichtungen in der Stadt. Die Corona-Impfzentren befinden sich in der Gasgasse 7 -9 in Rudolfsheim-Fünfhaus und am Schrödingerplatz in der Donaustadt. Bei den Standorten handelt es sich um ein bereits bestehende Impfstelle, wo zuvor Influenza-Impfungen verabreicht wurden sowie um ein Magistratisches Bezirksamt. In den kommenden Wochen sollen - abhängig von den gelieferten Impfstoffmengen - weitere derartige Impfzentren in Betrieb genommen werden, hieß es.

Impfungen im stationären Bereich gehen weiter

Da sich die Mengen an fix zugesagten Liefermengen der Impf-Wirkstoffe stets ändern, muss der Wiener Impfplan immer wieder angepasst werden. Im Moment ist man laut Rathaus allerdings plangemäß unterwegs. Das heißt: Die Schutzimpfungen in Alten- und Pflegewohnhäusern, Spitälern, im niedergelassenen Bereich und bei den Rettungsdiensten werden wie gehabt fortgesetzt. Ziel ist, dass bis Ende März die Pflegewohnhäuser mit allen beiden Teilimpfungen fertig sind.

Im Zuge des nunmehrigen Impfstarts für weitere Personengruppen wie für Senioren über 80 Jahren oder für Personen aus der Hochrisikogruppe, seien bis dato einige tausend Personen, die sich auf der Vormerkplattform registriert hatten, absteigend nach Alter kontaktiert worden, hieß es. Sie werden nun schrittweise geimpft. Kommende Woche starten außerdem die Impfungen bei Pflegebedürftigen in Heimpflege.

Laut aktuellem Stand (Mittwochfrüh) haben sich 506.027 Personen auf der Vormerkplattform für eine Corona-Impfung registriert. Bisher wurden in Wien 94.638 Impfungen durchgeführt, davon haben 35.302 Menschen auch schon den Zweistich bekommen, da es für den kompletten Schutz es zwei Dosen des Wirkstoffes braucht. Sie sind damit voll immunisiert.

Das Rathaus geht auch auf die Lieferproblematiken rund um die Seren von BioNtech/Pfizer und Moderna ein: "Bedauerlicherweise zeichnet sich immer noch keine wesentliche Steigerung bei den Impfdosen ab, weshalb bei Personen über 65 Jahren weiter nach Plan geimpft wird und vorerst keine weitere Beschleunigung zu erwarten ist."

Dabei wurde auch für den Impfstoff von AstraZeneca geworben: Dieser wirke gegen alle derzeit in Wien zirkulierenden SARS-CoV-2-Varianten, weshalb eine Impfung mit allen derzeit verfügbaren Impfstoffen ausdrücklich empfohlen werde, um damit schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Auf andere Impfstoffe zu "warten", berge das Risiko, in der Zwischenzeit schwer an Covid-19 zu erkranken, wurde gewarnt. (apa)