Heuer wird am stark befahrenen Wiener Gürtel kein Pool für Abkühlung bzw. Aufregung sorgen. Der Bezirksvorsteher des 15. Wiener Gemeindebezirks, Gerhard Zatlokal, hat der APA am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Österreich" bestätigt. Ob es ein mögliches Nachfolgeprojekt gibt, ist noch völlig offen, erklärte er. Dazu sei noch keine Entscheidung gefallen.

Fix ist laut Zatlokal - der das Projekt "Gürtelfrische West" im Vorjahr gemeinsam mit dem Nachbarbezirk Neubau umgesetzt hat - jedenfalls: "Am Gürtel wird der Pool nicht mehr stehen." Die Auflagen und damit auch die Kosten seien im Vorjahr hoch gewesen. So habe man etwa spezielle Absperrungen errichten müssen, um bei Unfällen geschützt zu sein. "Ob er überhaupt wieder kommt, ist noch nicht geklärt", sagte der Bezirkschef. Spekulationen über mögliche Alternativ-Örtlichkeiten seien verfrüht.

Zatlokal zeigte sich aber einmal mehr über den regen Besuch im Vorjahr zufrieden: "Der Pool ist von der Bevölkerung angenommen worden." Das in der Nähe des Wiener Westbahnhofs auf einer Gürtel-Kreuzung errichtete Freizeitgelände ist von 25.000 Besuchern frequentiert worden. Der dort befindliche kleine Pool wurde 15.000 Mal genutzt. Die Anlage war vom 7. August bis Anfang September geöffnet. Zwischenzeitlich wurden die Betriebszeiten des Pools von 20.00 auf 21.00 Uhr ausgeweitet.

Allerdings wurde der Pool auch im beginnenden Wahlkampf für die Wien-Wahl im Herbst des Vorjahres zum Thema. Die Opposition ließ kein gutes Haar an dem Projekt. Und bereits die Möglichkeit, dass die Plansch-Gelegenheit ein Comeback erlebt, sorgte am Dienstag für Kritik. Es brauche eine nachhaltige Bäderinfrastruktur statt kurzsichtiger Projekte, die lediglich Steuergeld verschlingen, befand etwa die ÖVP in einer Aussendung. (apa)