Die Stadt Wien braucht neue Mitarbeiter in der Verwaltung. Um bei der Rekrutierung besonders jungen Menschen eine Chance zu geben, hat die Stadt gemeinsam mit dem Wiener Arbeitnehmer Förderungsfonds (waff) und der Fachhochschule Campus Wien ein Pilotprojekt gestartet. "Im Mittelpunkt stehen dabei neue spezialisierte Aufgaben innerhalb der Stadt - vom Personalbereich bis hin zu Aufgaben im Kundinnen- und Kundenservice", erklärte Bürgermeister Michael Ludwig am Dienstag. Besonderes Highlight: Gleichzeitig zur praktischen und theoretischen Ausbildung bei der Stadt erwerben die Teilnehmer die Studienberechtigungsprüfung an der FH Campus Wien.

Schwerpunkt Digitales und Soziales

Das Projekt startet im September in mehreren Bereichen der Stadt Wien: so zum Beispiel in der Stadt Wien-Digital, der Abteilung für Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht oder der Magistratsdirektion. Die Dienstausbildung erfolgt an der Wien-Akademie, dem Ausbildungszentrum des Magistrats. Ergänzend dazu wird an der FH Campus Wien die Studienberechtigungsprüfung abgelegt,

"Besonders wichtig ist uns, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Ausbildungszeit sozialversichert sind", so Ludwig. Die Finanzierung des Projektes erfolgt durch den waff, die Lebensunterhaltskosten der Teilnehmenden deckt das AMS, für alle besteht nach erfolgreichem Abschluss die Perspektive auf einen Job bei der Stadt.

Die Zielgruppe der Aktion ist zwischen 19 und 30 Jahre alt. Gesucht werden also Personen, die nach Möglichkeit schon Berufserfahrung haben. "In den nächsten Jahren gehen viele Beschäftigte der Stadt in die verdiente Pension. Durch den demografischen Wandel droht Wissen verloren zu gehen. Daher kommt die Investition in Zukunftsberufe genau zur richtigen Zeit", sagte dazu der Vorsitzende der Gewerkschaft Younion, Christian Meidlinger. Für Lehrlinge gibt es eigene Initiativen. Schon seit längerem setzt die Stadt bereits einen Schwerpunkt in der Lehrlingsausbildung im eigenen Bereich: Insgesamt 465 Lehrlinge sind derzeit im Magistrat in Ausbildung, weitere 95 beim Wiener Gesundheitsverbund.