Am Mittwoch wurde im Büro von Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) eine Personalaufstockung angekündigt - denn wie berichtet, wird Wien kommendes Frühjahr flächendeckend zu Parkpickerl-Zone. Die entsprechende Fläche wird doppelt so groß sein wie bisher.

Mehr Parkpickerlbezirke brauchen mehr Parksheriffs. - © apa/Kreiner
Mehr Parkpickerlbezirke brauchen mehr Parksheriffs. - © apa/Kreiner

Erhöht solle etwa der Personalstand in den Magistratischen Bezirksämtern werden. Auch die Parksheriffs werden mehr. Diese brauchen zudem Dienstkleidung und elektronische Ausstattung, hieß es. Wie viele Personen es konkret mehr sein werden, ist noch offen. Aber es müssten geeignete Stützpunkte in Floridsdorf, Donaustadt und Liesing angemietet werden.

Auch bei der Rechtsabteilung MA 65 wird laut dem Verkehrsressort aufgestockt. Dort werden etwa die Pickerl für Gewerbetreibende ausgestellt. Die Parkraumbewirtschaftung wird dadurch auch teurer. Für das Jahr 2021 sind rund 8,6 Millionen Euro Kosten veranschlagt, für das Jahr 2022 sind es dann schon 24,8 Millionen Euro, wie es in einem entsprechenden Gemeinderats-Grundsatzbeschluss hieß.

Grätzelhauptplatz

Im Gemeinderat gab es am Mittwoch im Übrigen eine Anfrage der Wiener ÖVP zur Umgestaltung des Parkplatzes am Naschmarkt. Wie Sima betonte, werde an bestehenden Plänen festgehalten. Wie sie erklärte, soll ein neuer "Grätzelhauptplatz" entstehen. Dort könne auch ein Markt situiert sein. Wie die Neugestaltung aussieht und ob eine Markthalle kommt, sei aber noch nicht fix. Sima verwies auf das laufende Bürgerbeteiligungsverfahren. Dieses soll nun jedenfalls bis Herbst dauern, betonte sie. Anschließend werde über eine Umsetzung entschieden.

"Es hat sich grundsätzlich nichts geändert an den Plänen", hielt sie fest. Das Credo laute: "Raus aus dem Asphalt." An Hitzetagen wie jetzt sei es schwer, über den Platz zu gehen, gab sie zu bedenken. "Unser Ziel bleibt, einen Grätzelhauptplatz zu gestalten." Dort könnten etwa regionale Produkte angeboten werden, auch der Flohmarkt am Samstag solle weiter dort stattfinden. Ob es eine überdachte Halle geben werde, darauf legte sich Sima nicht fest. Fix geplant sei jedoch, den Asphalt aufzubrechen und die Fläche zu begrünen. Erstaunt zeigte sie sich, dass die Grünen - die das Vorhaben seit Wochen massiv kritisieren - dagegen sind, den "heißen, tristen Parkplatz" neu zu bespielen. Die Grünen seien mit dem Planungsressort zehn Jahre für das Areal zuständig gewesen. "Sie hätten dort mittlerweile schon einen Regenwald errichten können", meinte Sima.