Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat am Dienstag seine Forderung nach einer Umsetzung der Nordostumfahrung - inklusive Lobautunnel - bekräftigt. Es mache Sinn, dass es so wie in vielen anderen Gemeinden eine Umfahrung gebe. Keine Ortschaft möchte gerne Durchzugsverkehr, hielt er fest. Er wolle dies auch nicht für eine Millionenstadt. Außerdem könne man mit der Umfahrung Stadterweiterungsgebiete erschließen, sagte der Bürgermeister in einer Pressekonferenz.

"Es geht auch um Vertragstreue", betonte er. Denn Maßnahmen wie die Stadtstraße seien parteiübergreifend beschlossen worden. In den vielen Verfahren seien auch die ökologischen Rahmenbedingungen berücksichtigt worden, beteuerte er. Eine Untertunnelung der Lobau sei die beste und naturverträglichste Variante. "An der Oberfläche wird es keine wesentlichen Veränderungen geben."

Ludwig erinnerte an den Bau der Donauinsel. Auch damals habe es Bedenken gegeben - etwa hinsichtlich einer möglichen Veränderung des Grundwasserspiegels. Heute sei jeder froh über das Naherholungsgebiet: "Von daher bin ich überzeugt, wenn dieses Projekt realisiert ist und es möglich sein wird, entlang dieser Nordostumfahrung Stadterweiterungsgebiete, Betriebsansiedlungen, Arbeitsplätze zu schaffen, dass sich das auch anders darstellt." Die Alternative wäre eine weitere Zersiedelung. (apa)