Die Finanzierung des weiteren Ausbaus der Wiener U-Bahn-Linien U2 und U5 auf den Wienerberg bzw. nach Hernals ist gesichert. Das haben Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) und Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündet. Die Investitionen werden wie bisher aufgeteilt, Bund und Stadt übernehmen jeweils die Hälfte.

Die Investitionen für den Ausbau der U-Bahnen werden wie bisher aufgeteilt, Bund und Stadt übernehmen jeweils die Hälfte. 
- © Stadt Wien

Die Investitionen für den Ausbau der U-Bahnen werden wie bisher aufgeteilt, Bund und Stadt übernehmen jeweils die Hälfte.

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Insgesamt wird die nun vereinbarte Erweiterung 3,7 Mrd. Euro kosten. Bereits in Bau ist die erste Stufe des U2/U5-Projekts. In deren Rahmen wird die U2 auf den Matzleinsdorfer Platz verlängert. Die neue U5 wird zwischen Karlsplatz und Frankhplatz unterwegs sein, wobei ab dem Rathaus die bisherige U2-Trasse befahren wird.

Die gemeinsame Kostenteilung zwischen Bund und Land sei eine gute Tradition, versicherte Blümel. Er berichtete, dass für den Pakt eine eigene 15a-Vereinbarung zwischen Wien und dem Bund geschmiedet worden sei. Vorgesehen sei etwa ein Kostendeckel oder auch eine strenge Kontrolle der Ausgaben. Man habe dabei entsprechende Empfehlungen des Rechnungshofs umgesetzt.

Zeitplan noch nicht gänzlich fixiert

Noch nicht gänzlich fixiert ist der Zeitplan. Hanke verwies darauf, dass die Fertigstellung der U5 bis zum Frankhplatz bis 2026 geschehen soll, die Eröffnung der verlängerten U2 dann 2028. Die nun fixierte Ausbaustufe könnte laut derzeitigen Berechnungen zwischen 2032 und 2035 in Betrieb gehen. Eine exakte Planung gebe es diesbezüglich aber noch nicht, wie betont wurde.

Die - für vollautomatischen Betrieb ohne Fahrpersonal konzipierte - U5 bekommt mit der nun vereinbarten Ausbaustufe vier weitere Stationen. Es sind dies "Anne-Karlsson-Park", "Michelbeuern-AKH", "Elterleinplatz" und "Hernals", so sie an die S-Bahn angebunden wird. Beim AKH ist ein Umsteigen zur U6 möglich. Die U2 wird vom Matzleinsdorfer Platz über die "Gußriegelstraße" bis zur Endstation "Wienerberg" verlängert.

Insgesamt wächst das Netz mit der U2/U5-Erweiterung um elf Kilometer und zwölf neue Stationen. Und auch an künftige Schritte wird schon gedacht. Wie heute berichtet wurde, hat man eine "Präambel" in die Vereinbarung aufgenommen, die die U1-Verlängerung nach Rothneusiedl zum Gegenstand hat. Eine Finanzierung oder gar einen Zeitplan gibt es für diese Ausbauphase aber noch nicht. (apa)