Ab dem 1. Oktober gelten in Wien strengere Zutrittsregeln als im Bund im Kampf gegen das Coronavirus. Die neue Wiener Verordnung wurde am Montag kundgemacht, im Wesentlichen verlieren die Antigentest ihre Gültigkeit. In epidemiologisch besonders heiklen Bereichen, wenn etwa sehr viele Menschen zusammenkommen oder sehr dicht in Innenräumen zusammenstehen, gilt ab Freitag nur mehr: geimpft oder genesen. Im Handel muss künftig wieder verpflichtend eine FFP2-Maske getragen werden.

Konkret gilt diese 2G-Regel in der Nachgastronomie und bei Veranstaltungen über 500 Personen, wobei es egal ist, ob das Event indoor oder im Freien stattfindet. Ausgenommen davon sind Kinder unter zwölf Jahren, bei ihnen reicht ein Antigen-Schnelltest, Kinder unter 6 Jahre müssen gar keinen Nachweis erbringen.

Maskenpflicht in Kino und Theater bleibt

Für Beschäftigte in der Nachtgastronomie und bei größeren Veranstaltungen (ab 500 Personen) wird es auch strenger. Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht ab Oktober einen gültigen PCR-Test. Das ist jene Regel, die bisher in der Nachtgastronomie für Gäste galt und als 2,5G-Regel von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig bezeichnet wurde. Haben Beschäftigte keinen Nachweis, muss eine FFP2-Maske getragen werden.

Bei Zusammenkünften mit mehr als 25 Personen, aber weniger als 500 Personen gilt dieses "2,5G" auch bei den Besuchern. Das betrifft zum Beispiel Kinos, Theater und Kabaretts. Die Maskenpflicht bleibt dennoch bestehen, wobei ein normaler Mund-Nasen-Schutz ausreicht. Für Veranstaltungen über 500 Personen entfällt die Maskenpflicht aufgrund der 2G-Regel gänzlich. Diese Regelung gilt (ab 12 Jahren) auch für die gesamte Gastronomie, Hotellerie und für körpernahe Dienstleistungen (Friseur). Das heißt, geimpft, genesen oder PCR-getestet.

Im Einzelhandel setzt Wien nun voll und ganz auf FFP2-Masken. Diese Regelung, so hieß es in eine Aussendung, befreie das Handelspersonal von Kontrollmaßnahmen und ermögliche eine effiziente Überprüfung durch behördliche Organe. Der Bund hatte in seiner Verordnung zwischen Geimpften (MNS) und Ungeimpften (FFP2) unterschieden.

Auch für den Bereich von Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen werden einheitliche Regelungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erlassen. Sie müssen ebenfalls ein gültiges PCR-Testergebnis vorlegen, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind - es gilt also auch hier "2,5G". Jedoch gibt es eine Besonderheit: Unabhängig von ihrem Impfstatus haben alle Beschäftigten einmal pro Woche einen gültigen PCR-Test vorzulegen und eine FFP2-Maske zu tragen. (apa)