Im Wiener Rathaus wird am Dienstag über die Coronasituation und die weiteren Maßnahmen beraten. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) wird sich an diesem Tag erneut mit Fachleuten besprechen, wie sein Büro mitteilte. Wien hat zuletzt einmal mehr eine Verordnung verabschiedet, die weitere Verschärfungen beinhaltet hat. Im "Ö1-Mittagsjournal" zeigte er sich am Samstag "zuversichtlich, dass wir schrittweise zu Erleichterungen kommen". Das werde er aber erst nach den Gesprächen entscheiden.

"Niemand braucht jetzt einen Wahlkampf"

Die schärferen Wien-Regeln waren aber nicht lange relevant, da kurz nach dem Inkrafttreten am 19. November der bundesweite Lockdown folgte. Kern des Pakets war unter anderem die sogenannte 2G-plus-Regel, die PCR-Tests auch für geimpfte und genesene Personen vorsieht. Sie wurde etwa für die Nachtgastronomie oder größere Veranstaltungen vorgesehen. Ob diese indoor oder outdoor stattfinden, ist dabei egal.

In einem "Profil"-Interview spricht sich Ludwig gegen Neuwahlen aus. "Niemand braucht jetzt einen Wahlkampf und Neuwahlen", sagte er. Und ein Ende des Lockdowns mit 13. Dezember will Wiens Bürgermeister auch noch nicht versprechen.

Zuletzt war darüber spekuliert worden, dass die Wiener Regelung 2G-plus auch auf die Gastronomie, sobald diese wieder öffnen darf, generell ausgeweitet werden könnte. Wien hat seit dem Sommer durchwegs einen restriktiveren Coronakurs beschritten - was sich laut Ludwig ausgezahlt hat. Bei den Infektionszahlen und Inzidenzen wurden in Wien zuletzt deutlich niedrigere Werte als in anderen Bundesländern verzeichnet. (apa/red.)