Der Umbau innerhalb der ÖVP ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Die jüngste Personalie: Der neue Wiener ÖVP-Chef Karl Mahrer wechselt vom Parlament ins Rathaus, er wird neuer nicht amtsführender Stadtrat. Dafür legt er sein Nationalratsmandat zurück.

"Nach meiner Entscheidung, die Aufgabe als Landesparteiobmann der Volkspartei Wien zu übernehmen, ist es nur konsequent, in die Wiener Stadtregierung zu wechseln. Damit ist klar: Ich werde meinen Fokus ganz auf Wien legen", erklärte Mahrer. Der Wechsel soll am 20. Dezember vollzogen werden.

Neu ist auch der Parteimanager. Mit Markus Keschmann (49) holt Mahrer den bisherigen Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes in die Wiener ÖVP. Dieser wird ab Jahresbeginn seine Tätigkeit starten. Keschmann war unter Michael Spindelegger und Reinhold Mittlerlehner für die Bundes-VP tätig, die Parteikarriere bekam zuletzt unter Sebastian Kurz einen Knick. Keschmann ist zudem Bezirksrat und Klubobmann in der Volkspartei Penzing.

Mahrer bekräftigte, dass im Frühjahr 2022 ein Landesparteitag stattfinden soll - wo die endgültige Kür des neue Obmanns geplant ist. Die Wiener Landesgruppe musste im Zuge der Turbulenzen in der ÖVP wieder einen neuen Chef suchen. Der frühere Landespolizeikommandant und nunmehrige ÖVP-Nationalratsabgeordnete Karl Mahrer (66) folgte auf Gernot Blümel. Die Posten des nicht amtsführenden Stadtrats - die ÖVP verfügt insgesamt über zwei Sitze im Stadtsenat - sowie des Landesgeschäftsführers sind wiederum frei geworden, weil Bernadette Arnoldner diese beiden Ämter kürzlich zurückgelegt hat. (apa)