Am Dienstag gehen wieder die Mitarbeiter der privaten Kindergärten und Horte sowie erstmals die schulischen Freizeitpädagogen für bessere Rahmenbedingungen auf die Straße, die Einrichtungen bleiben zu.

Tags darauf soll im Gemeinderat erneut eine Corona-Sonderfinanzierung für die Privatkindergärten beschlossen werden, wie die Wiener SPÖ und die Neos am Montag angekündigt haben. Nach 5,5 Millionen im Vorjahr sind es diesmal 14,8 Millionen Euro.

Die Privatkindergärten stellen zwei Drittel der elementarpädagogischen Infrastruktur in Wien. Die Sonderfinanzierung soll rückwirkend zur Abdeckung des Mehraufwands genutzt werden, der 2021 durch die Corona-Einschränkungen entstanden ist. Das betrifft einerseits zusätzlichen administrativen- und Personalaufwand (Überstunden), aber auch eine Art Standortgarantie für jene Zeit, in der die Privatkindergärten durch weniger Kinder auch weniger Einnahmen hatten, hieß es.

"Private werden benachteiligt"

Die Wiener ÖVP hat im Vorfeld der Demo der Privatkindergärten unterdessen erneut kritisiert, dass die Stadt systematisch private Kindergärten benachteilige. Wien zahle für einen städtischen Kindergartenplatz mehr als doppelt so viel wie für einen privaten, in privaten Kindergärten liege das Einstiegsgehalt rund 300 Euro unter jenen der Gemeinde. "Für gleiche Arbeit muss es die gleiche Bezahlung geben!", betonte ÖVP-Wien-Bildungssprecher Harald Zierfuß.