Der 1. Mai naht und mit ihm ein Comeback zweier Traditionsveranstaltungen. Die Wiener SPÖ lädt zu ihrem Mai-Marsch von den Gemeindebezirken ins Zentrum der Bundeshauptstadt, wo dann von Bürgermeister und Parteichefin abwärts die rote Prominenz erstmals nach zwei Jahren Corona-Pause wieder den Tücher schwenkenden Sympathisanten direkt Botschaften mit auf den Heimweg geben kann. Die FPÖ sammelt sich ebenfalls erstmals seit 2019 in Linz-Urfahr.

2020 und 2021 machte die Pandemie den Sozialdemokraten einen Strich durch ihr Hochamt und man musste im Wesentlichen in den virtuellen Raum ausweichen. Heuer ist es - aus roter Sicht - endlich wieder so weit. Marschiert wird wie üblich gemeinsam aus den Bezirken Richtung Zentrum, Maskenpflicht gibt es keine. Am Rathausplatz stehen Reden von Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl, der Vorsitzenden der Wiener SPÖ-Frauen, Marina Hanke, von Bürgermeister und Landesparteichef Michael Ludwig sowie von Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner auf dem Programm.

Das Bierzelt ist der bevorzugte Ort der FPÖ am "Tag der Arbeit". Zwei Jahre mussten die Blauen auf ihr Mai-Bier verzichten. Landesparteichef Manfred Haimbuchner lädt nun wieder ins Festzelt auf dem Urfahraner Jahrmarkt. Auch wenn sie nicht als die besten Freunde gelten, verzichtet er nicht auf Herbert Kickl. Dieser ist erstmals als Parteichef bei dem Zelt-Event in der oberösterreichischen Landeshauptstadt dabei.

Die NEOS machen den Mai-Feiertag regelmäßig zum Tag der Bildung. Die Pressekonferenz dieses Jahr bestreiten Wiens Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr sowie Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre. Unterstützung holt man sich von der Neurowissenschafterin Isabella Sarto-Jackson.

Bisher kein Termin ist seitens der Koalitionsparteien angekündigt. (apa)