Die Teuerung - und hier vor allem die hohen Energiekosten - machen auch kleineren Betrieben zu schaffen. Wien unterstützt diese nun mit einer eigenen Energiespar-Förderung. Das teilte Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz mit. Im Fokus der Unterstützung stehen Gewerbetreibende und Nahversorger. Insgesamt werden 10 Millionen Euro dafür in die Hand genommen.

Abgewickelt wird die Subvention über die Wirtschaftsagentur. Pro Projekt können bis zu 20.000 Euro lukriert werden. Gefördert werden Energiesparmaßnahmen. Das Spektrum dafür ist weit gefasst, wie es hieß, es reicht vom Einsatz energieeffizienter Geräte wie Kühl- und Gefrierschränke, über Umstellungen im Heizsystem, Energieeffizienzsteigerungen in der Produktion oder Logistik bis hin zu Verbesserungen in der Dämmung.

60 Prozent Förderquote

Die Förderquote beträgt 60 Prozent. Firmen, die sich an der Aktion beteiligen, müssen zuerst ihr Projekt einreichen. Möglich ist dies ab 1. Februar 2023. Die Investition selbst soll erst nach der Förderzusage getätigt werden. Beantragen können Betriebe, die über höchstens 50 Mitarbeiterinnen beziehungsweise Mitarbeiter verfügen. "Unsere Wiener Unternehmen sind gestärkt aus den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie hervorgegangen. Doch jetzt sind sie mit der allgemeinen Teuerung und vor allem den hohen Energiekosten konfrontiert", betonte Hanke.

"Schlechter Witz"

Die Förderung solle die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Neos-Wirtschaftssprecher Markus Ornig verwies darauf, dass durch die Maßnahme auch bestmögliche Ergebnisse für Umwelt und Klima erreicht werden könnten. Als "schlechten Witz" bezeichnete hingegen der Finanzsprecher der FPÖ, Udo Guggenbichler, die Initiative.

"Kein Unternehmer, der sich aktuell damit abmüht, seine Fixkosten zahlen zu können, wird nun auf neue Investitionen setzen, die mit maximal 20.000 Euro gefördert werden", befand er. Das Vorgehen werde der "drohenden Konkursflut" keinen Aufschub leisten, so seine Vermutung.