Rund 38.000 Kontrollen von Wohnhausanlagen wurden im Jahr 2022 von den Wiener Ordnungsberatern durchgeführt. "Sie sind eine zuverlässige Stütze für ein funktionierendes Zusammenleben im Gemeindebau", betonte Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál im Zuge der Jahresbilanz dieser Einrichtung, am Mittwoch.

Seit 2019 wurde laut der Stadträtin damit begonnen, die Mitarbeiter der Ordnungsberatung aufzustocken. Die personelle Verstärkung plus einer neuen Gebietseinteilung sorge nun für eine erhöhte Präsenz in den 1.800 Gemeindebauten in ganz Wien. Wurden im Jahr 2019 noch 16.000 Kontrollen durchgeführt, waren es im heurigen Jahr eben schon 38.000.

Die Voraussetzung des sozialen Zusammenhalts im Gemeindebau sei, dass man aufeinander schaut und gegenseitig Rücksicht nimmt. Zu diesem Miteinander gehöre, dass alle Bewohner bestimmte Spielregeln einhalten. "Zum Beispiel, dass die allgemeinen Bereiche der Wohnhausanlagen sauber gehalten werden und Abfall korrekt entsorgt wird", so Gaál. Auf die Einhaltung dieser Regeln schauen die Ordnungsberater. Und durch den ständigen Austausch und die Zusammenarbeit entstehe auch eine gute Vernetzung mit Mieterbeiräten, Hausbesorgern und Hausbetreuern sowie mit der Grätzelpolizei.

Wiener-Wohnen-Direktorin Karin Ramser kündigte jedenfalls am Mittwoch an, dass es auch im kommenden Jahr neben den regelmäßigen Kontrollgängen Schwerpunktaktionen in ausgewählten Wohnhausanlagen geben werde. In meisten Fällen gehe es dabei nur um aufklärende Gespräche - allerdings haben die Ordnungsberater auch die Möglichkeit, Vergehen direkt zu ahnden. Und das tun sie auch: Heuer kam es laut Ramser bisher zu 800 Organverfügungen und mehr als 200 Anzeigen wegen Verletzung des Wiener Reinhaltegesetzes.

Bilanz der Gesundheitsberater

Auch bei der Gesundheitsberatung 1450 in Wien hat man am Mittwoch Bilanz gezogen: Seit April 2017 habe es demnach 6 Millionen Anrufe gegeben. Waren es im Jahr 2019 noch 169 Anrufe pro Tag, seien die Anrufzahlen während der Corona-Pandemie sprichwörtlich durch die Decke gegangen. In den vergangenen Wochen haben sich die Anrufzahlen bei knapp 1.800 Anrufen pro Tag auf einem immer noch sehr hohen Niveau eingependelt, erklärte Roland Haller, Leiter des Kundenservice im Fonds Soziales Wien. Neben den allgemeinen Gesundheitsberatungen würden auch weiterhin Covid-spezifische Themen und auch das Impfservice im Fokus der Anrufer stehen, hieß es am Mittwoch.

Und mit dem Apothekenruf sei erst kürzlich ein weiteres Service dazugekommen. "Wir wollen das Gesundheitstelefon auch in Zukunft weiterentwickeln - etwa im Bereich der Videokonsultation", erklärte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.(rös)