Mit 1. Jänner 2023 werden die Wiener Gebühren für Kurzparken um 0,15 Euro pro halbe Stunde erhöht - das entspricht einer Steigerung von 14 Prozent. Mit der Inflationsanpassung der Parkometergebühr kostet ein Parkschein für eine halbe Stunde dann 1,25 Euro, jener für eine Stunde 2,50 Euro. Derzeit liegen hier die Werte noch bei 1,10 und 2,20 Euro. "Alte" Parkscheine mit Tarifen, die bis zum 31. Dezember 2022 gelten, können noch sechs Monate lang (bis 30. Juni 2023) weiterverwendet werden.

Der Preis für die Ausnahmegenehmigung für Anwohner - also das Parkpickerl - wird nicht vom Valorisierungsgesetz geregelt, hier gibt es keine Änderung. Die Einnahmen der Parkometergebühr sind laut Stadt zweckgebunden und fließen in den öffentlichen Verkehr, die Verkehrssicherheit und in den Radverkehr.

Silvester ohne Parkscheine

Da Silvester auf einen Samstag fällt, werden in Wien übrigens grundsätzlich keine Parkscheine benötigt. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie zahlreiche Geschäftsstraßen. "Daher unbedingt auf die Beschilderung achten", warnte Mobilitätsexperte Gilles Dittrich vom ÖAMTC am Donnerstag. Besondere Vorsicht gelte auch bei den Anrainer-Parkplätzen in den Bezirken 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 12, 15 und 20. "Diese dürfen ausnahmslos 24 Stunden pro Tag sieben Tage die Woche nur von Anrainern mit entsprechendem Parkpickerl sowie von Behinderten mit Ausweis benützt werden. Somit auch nicht von Motorrädern und Mopeds!", so Dittrich.

Erhöhung auch in NÖ

Im Übrigen ist Anfang des Jahres auch mit Ausweitungen in den bestehenden Umlandgemeinden in Niederösterreich zu rechnen. In Purkersdorf wurde bereits eine Vergrößerung der Grünen Zone beschlossen. Erweiterungen soll es auch in Vösendorf, Langenzersdorf, Schwechat und Zwölfaxing geben. In Gerasdorf, Brunn am Gebirge und Perchtoldsdorf werden - vorläufig - keine Anpassungen vorgenommen, so der ÖAMTC.

Andere Anpassungen

Aber nicht nur das Parken wird mit Jahresbeginn teurer - die Stadt Wien erhöht auch die Gebühren für Wasser, Kanal und Müllentsorgung: Die Valorisierung bedeutet laut Rathaus-Angaben für einen Mehrpersonen-Musterhaushalt für die Wasserversorgung bzw. die Abwasser- und Abfallentsorgung eine monatliche Gebührenanpassung von rund 2,90 Euro. Für einen Single-Musterhaushalt beträgt sie etwa 1,30 Euro, heißt es seitens der Stadt.

Auf die Kritik der Opposition - "in Krisenzeiten zieht die rot-pinke Stadtregierung den Menschen das Geld aus der Tasche" (ÖVP-Chef Karl Mahrer) - reagiert die Stadt mit dem Hinweis darauf, das Wien im Bundesländervergleich im unteren Drittel bei den Müllgebühren und Abwassergebühren liege. Bei den Wassergebühren sei Wien das viertgünstigste Bundesland in Österreich. (rös)