Wien.

So soll das Krankenhaus ausschauen. 2015 ist eine Teilinbetriebnahme geplant. - © Architekturbüro Albert Wimmer
So soll das Krankenhaus ausschauen. 2015 ist eine Teilinbetriebnahme geplant. - © Architekturbüro Albert Wimmer
Die Arbeiten für das künftige Wiener Großspital in Floridsdorf, das Krankenhaus Wien-Nord, beginnen jetzt so richtig: Am Mittwoch erfolgten die Vorbereitungen für den Aushub der Baugrube. Dieser soll ab Oktober erfolgen. Das neue Spital wird 2015 seinen Teilbetrieb aufnehmen und über rund 800 Betten verfügen.

Gebaut wird der Komplex auf einem ehemaligen ÖBB-Areal. Die Abbrucharbeiten der dort einst angesiedelten alten Bahn-Werkstätte sind laut dem Büro der Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) nun abgeschlossen. Jetzt werden rund um die künftige Baugrube Wände errichtet, um den Grundwasserspiegel am Gelände abzusenken.

Die Gesamtkosten für das Krankenhaus wurden zuletzt mit rund 825 Millionen Euro beziffert. Die Ausschreibung für einen Generalunternehmer soll noch heuer erfolgen. Mit den Arbeiten für den Rohbau soll dann in der zweiten Jahreshälfte 2012 begonnen werden.

Das Krankenhaus Wien-Nord ist Bestandteil eines Strukturwandels in der Spitalslandschaft. Denn in der Bundeshauptstadt wird es bis 2030 weniger Spitäler als derzeit geben. Konkret werden die Krankenhausstandorte von zwölf auf sieben Gemeindespitäler reduziert. Das Krankenhaus Floridsdorf, die Semmelweis-Frauenklinik und das Orthopädische Krankenhaus in Gersthof werden geschlossen. Sie übersiedeln in das neue Krankenhaus Nord.

Zudem werden in weiterer Folge das SMZ Sophienspital und das Kaiserin-Elisabeth-Spital aufgelassen beziehungsweise letzteres in ein Pflegewohnheim umgewandelt. Das Otto-Wagner-Spital wird de facto mit dem Wilhelminenspital zusammengelegt.