Der Präriehund kommt bei diesen warmen Temperaturen aus seiner Behausung und knabbert an den Gräsern. - © Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky
Der Präriehund kommt bei diesen warmen Temperaturen aus seiner Behausung und knabbert an den Gräsern. - © Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Wien. Wenn im Wiener Tiergarten Schönbrunn Kormorane balzen, Präriehunde auf die Winterruhe "pfeifen" und Nashörner sowie Giraffen ausgedehnte Spaziergänge unternehmen, dann kann das Anfang Jänner eigentlich nur heißen: es ist viel zu warm.

Schon der Dezember, ein traditionell temperaturflexibler Monat, war 2011 in Wien mit 2,4 Grad über dem langjährigen Mittel der zehnt-wärmste seit 1775. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gab es auch noch nie so wenige Frosttage, nämlich nur fünf. Es wurde kein einziger Tag registriert, an dem die Temperaturen nie über null Grad kletterten. Und von 4. Dezember bis heute, 4. Jänner, wurden an allen 32 Tagen Höchstwerte von mehr als drei Grad plus gemessen.

Bei solchen Werten bekommen die Tiere "Frühlingsgefühle". Die Präriehunde sollten eigentlich in ihrem unterirdischen Bau Winterruhe halten. Die milden Temperaturen locken die possierlichen Nager derzeit aber immer wieder ins Freie. Neugierig stecken sie ihre Köpfe aus dem Bau, wärmen sich an den Sonnenstrahlen und knabbern an den Gräsern in ihrem Gehege.

Auch beim Kormoranteich kommt richtig Frühlingsstimmung auf. Die schwarzen Vögel balzen bereits und tragen ihr prächtiges "Hochzeitskleid". Eifrig bauen die Kormorane auch schon ihre Nester, in die sie bald ihre Eier legen werden.

... und bauen auch schon Nester. - © Daniel Zupanc
... und bauen auch schon Nester. - © Daniel Zupanc