Wien. Ab dem heutigen Mittwoch können Bewohner jener Bezirke, in denen das Abstellen von Autos ab Herbst - als Starttermin gilt weiterhin der 1. Oktober - kostenpflichtig ist, ihr Parkpickerl persönlich bei den Magistratischen Bezirksämtern oder online beantragen. Gleichzeitig stehen nun die genauen Bereiche fest, in welchen Teilen der künftigen Pickerlbezirke Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals ein Kurzparkschein ausgefüllt bzw. ein Parkpickerl geklebt werden muss.

Grundsätzlich können alle Bewohner mit Hauptwohnsitz in den Neo-Bezirken ein Pickerl für ihren jeweiligen Bezirk beantragen. Dieses kostet mit 140 Euro um 30 Euro weniger als in den Innergürtelbezirken. Zahlen fürs Parken muss man dort an Werktagen zwischen 9.00 und 19.00 Uhr. Mit Kurzparkscheinen kann man bis zu drei Stunden lang seinen Pkw abstellen. An Wochenenden und Feiertagen ist das Abstellen des Autos gratis.

Ausnahmen rund um die Stadthalle
Ausnahmen gelten für den Bereich rund um die Stadthalle. Dort gilt die Kurzparkzone an Werktagen zwischen 9.00 und 22.00 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 18.00 bis 22.00 Uhr. Die Kosten betragen - wie innerhalb des Gürtels - 170 Euro. Hier bleibt es auch bei der Regelung, dass ausgefüllte Kurzparkscheine nur maximal zwei Stunden lang gültig sind.

Im Folgenden die künftigen Grenzverläufe im Detail:
MEIDLING: Im 12. Bezirk wird die Kurzpark- bzw. Pickerlzone von den Bezirksgrenzen sowie den Straßenzügen Altmannsdorfer Straße und Dr.-Boehringer-Gasse/Belghoferstraße begrenzt. Die Grenzstraßen selbst sind nicht Teil des gebührenpflichtigen Bereichs.

PENZING: Die Kostenpflicht im 14. Bezirk gilt rund um den Bahnhof Hütteldorf und ab der Deutschordenstraße entlang der Westbahn und innerhalb der Leyserstraße und Maroltingergasse, wobei diese Straßenzüge nicht bewirtschaftet werden. Mit dem Penzinger Pickerl kann man sein Auto auch im angrenzenden 15. Bezirk  - mit Ausnahme des Bereichs Stadthalle - abstellen. Zum 16. Bezirk gelten Überlappungsbereiche.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS: Im 15. Bezirk wird das Parkpickerl flächendeckend eingeführt. Geparkt werden kann damit auch in Penzing und in den Überlappungszonen in Ottakring. Anrainer in Rudolfsheim-Fünfhaus können wählen, ob sie ein Pickerl mit oder ohne Stadthallen-Areal kaufen wollen. Die beiden Varianten stehen auch in kleinen Teilen des 14. und 16. Bezirks zur Auswahl.

OTTAKRING: Die Pickerlzone im 16. Bezirk wird im Westen durch die Montleartstraße, die Ottakringer Straße und die Sandleitengasse begrenzt. Diese Straßenzüge sind auch selbst Teil des gebührenpflichtigen Bereichs. Überlappungszonen gibt es zum 14., 15. und 17. Bezirk.

HERNALS: Der Grenzverlauf im 17. Bezirk erfolgt durch die Sandleitengasse, Güpferlingstraße, Alszeile, den Leopold-Kunschak-Platz, die Richthausstraße und die Lidlgasse. Die Grenzstraßen sind Teil der Pickerlzone. Gültig ist die Parkberechtigung auch im Überlappungsbereich zum 16. Bezirk.

Für Kleingärtner wurde eine Ausnahmeregelung vereinbart: Sie können ein acht Monate lang gültiges "Saisonpickerl" erwerben, auch wenn sie keinen Hauptwohnsitz im bewirtschafteten Gebiet haben. Die bereits vor geraumer Zeit mit der Wirtschaftskammer vereinbarten Regelungen für Unternehmer und Beschäftigte bleiben aufrecht.